Lenkerband wickeln wie ein Profi (mit Isma López)
Manche Aufgaben bei der Fahrradwartung sehen einfach aus – bis sie es nicht mehr sind. Lenkerband wickeln ist eine davon. Macht man es richtig, denkt man kaum darüber nach. Macht man es falsch, erinnert einen jede Fahrt daran.
Ich bin schlecht darin. Wirklich schlecht. So schlecht, dass ich es immer meinem Mechaniker überlasse. Deshalb dachten wir, als ich mich mit Isma unterhielt – warum zeigen wir euch nicht, wie man es richtig macht? Egal, ob ihr AMS Lenkerband oder ein anderes verwendet, diese Methode funktioniert.
In diesem Video zeigt uns unser Freund Isma López – ein bekannter Fahrradmechaniker in der Barceloner Radsportszene – wie er Lenkerband wickelt. Seine Methode ist sauber, effizient und vermeidet alle üblichen Fallstricke: keine Lücken, keine schiefen Stopfen und keine klebrige Sauerei.
Unten anfangen (Ja, wirklich)
Die meisten Leute reden nicht darüber, nun ja, einige von euch sind sehr lautstark mit ihren Kommentaren in unseren sozialen Medien, aber Isma empfiehlt, unten am Lenker anzufangen, nicht oben. Das gibt euch eine bessere Kontrolle über die Spannung und den Verlauf jeder Wicklung, besonders wenn ihr in der Nähe der Schalt-/Bremsgriffe abschließt.
Drei Druckpunkte: Start, die Acht und der Abschluss
Das Geheimnis einer sauberen Wicklung? Es geht nicht nur um das Aussehen – es geht um die Struktur. Isma konzentriert sich auf drei wichtige Druckpunkte:
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Der Start – Setzt einen festen Anker, damit nichts verrutscht.
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Die Acht – Wickelt sanft um die Bremshebelklemme.
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Der Abschluss – Schneidet sauber und sichert mit leicht gespanntem Klebeband.
Wickelrichtung: Ismas Methode
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Rechte Seite: im Uhrzeigersinn
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Linke Seite: gegen den Uhrzeigersinn
Technisch gesehen besagt die UCI, dass es umgekehrt sein sollte. Aber wie Isma sagt – diese Art funktioniert einfach besser. Sie liefert ein konsistenteres, kompakteres Ergebnis und hilft, dass das Band länger straff bleibt.

Folgt der Norm oder folgt der AMS-Methode. Ihr entscheidet.
Saubere Schnitte, sauberer Abschluss
Sobald ihr nahe am oberen Ende des Lenkers seid, sucht einen visuellen Bezugspunkt – wie eine Vinylmarkierung – und wickelt eine Umdrehung ab, bevor ihr schneidet. Das gibt euch Raum für einen perfekt geraden Schnitt. Wickelt es wieder an seinen Platz und sichert es dann mit gespanntem Isolierband, um eine saubere Kante zu schaffen.
Der letzte Schliff: Der Lenkerstopfen
Es ist ein kleines Detail, aber wenn ihr schon einmal einen schiefen Stopfen mit Gewalt eingesetzt habt, wisst ihr, wie frustrierend das sein kann. Isma schlägt vor, ihn vorsichtig auszurichten, ihn mit den Fingern zu führen und langsam einzudrücken, damit er bündig mit dem Lenker abschließt. Einfach, sauber, befriedigend.

Warum diese Methode wichtig ist
Ich persönlich liebe diesen Ansatz. Er ist nicht auffällig. Er ist nicht trendy. Aber er funktioniert. Er vermeidet häufige Probleme wie sich lösendes Band, ungleichmäßige Lücken oder schlimmer noch – fettige Hände jedes Mal, wenn die Kette abspringt (das ist mir mit öligen Setups schon zu oft passiert).
Sauberes Band bedeutet saubere Hände. Und für mich ist das viel wert.






